Tool zum Vergleichen von Postensequenzen

Mit diesem Programm kann geprüft werden ob Bahnen die gleiche Postensequenz haben.

Vorgehen
  • Exportieren  der Bahnen im OCAD: (Bahnlegung -> Exportieren -> Bahnen (Text) )
  • Im sich öffnenden Dialogfeld KEIN Häckchen setzen -> Speichern der Datei
  • Programm "BahnTesterGleicheBahnen starten
  • Im ersten Fenster einstellen auf wieviele gleiche Postensequenzen hintereinander geprüft werden soll
  • Öffnen der oben gespeicherten Exportdatei
  • Anschliessend werden die Bahnen ausgegeben welche die gleichen Postensequenzen haben

Das Tool wurde von Simon Ott (siott_ät_gmx.ch) programmiert.

Download
zipPostensequenzen.zip

Vorgehen Kartendruck

Dieser Abschnitt beschreibt das vorgeschlagene Vorgehen bei (digitalem) Kartendruck für nationale Veranstaltungen. Andere Druckarten und Vorgehen sind möglich, müssen aber mit dem TD abgesprochen werden.

Vorgaben vom Verband
Der Veranstalter ist frei in der Wahl des Druckers und des Druckverfahrens. Gemäss dem Vertrag mit dem Verband muss die Karte ausreichende Qualität haben. Der TD hat den Auftrag dies zu prüfen und zu überwachen.

Definition

  • Testdruck
    ca. 6 Monate vor dem Lauf. Stellt sicher, dass der gewählte Drucker und die Druckart den geforderten Qualitätskriterien entspricht
  • Probedruck
    ca. 4 Wochen vor dem Lauf. Stellt sicher, dass die gesammte Kette von der OCAD Datei bis aufs Papier funktioniert (Farbeinstellungen etc.)

Testdruck

Der Veranstalter entscheidet ca. 6 Monate vor dem Lauf über das Vorgehen beim Kartendruck (Drucker, Druckart, Papierart). Der Drucker muss zu diesem Zeitpunkt einen Testdruck vorlegen, wobei die gewählte Druck- und Papierart den am Wettkampf verwendeten Karte entsprechen muss. Es kann auch eine Referenzkarte eines ähnlichen Geländes sein die mit dem gleichen Druckprozess auf der gleichen Maschine gedruckt wurde. Der Testdruck muss vom TD und Kartenkonsulent beurteilt werden.

Papierwahl/Druckart
Beim früher oft verwendete Papier "Pretex" wurde vermehrt Abrieb des Druckes der zu unleserlichen Karten führte festgestellt. Auf eine Verwendung dieses Papiers soll daher verzichtet werden.

Aktuell bieten sich folgende Druckvarianten an:
Papier mögliche Druckart Vorteile Nachteile
Antius Digital angenehmes Handling der Karte leicht gelblich: reduzierter Kontrast
Xerox Never-Tear Digital hochweiss: höchster Kontrast Handling der Karte ("gstabig")
Polyart Polyethylen-Folie Digital angenehmes Handling der Karte leicht gelblich: reduzierter Kontrast
Normalpapier in
Flachbeutel ("Mäppli")
z.B. Heaven Soft matt
Offset oder Digital hochweiss: höchster Kontrast
Offset: beste Druckqualität
Eintüten der Karten
Offset: aufwändiger Druck

Erstellung und Kontrolle der Druckfiles (Digitaldruck)
Um Fehler beim Drucken zu vermeiden muss ein klarer Ablauf von Erstellung der Druckdateien über die Prüfung bis zum Druck festgelegt werden. Dabei ist wichtig, dass nur eine Person vom Veranstalter mit dem Drucker kommuniziert um Unklarheiten wegen Versionierung etc. zu vermeiden.

Untenstehender Ablauf ermöglicht ein definiertes Vorgehen, ermöglicht die Kontrolle und vermindert somit Fehler. Er bedingt aber, dass der Veranstalter über eine mit OCAD und dem Druckablauf vertraute Person verfügt die fähig ist druckfähige PDFs zu erstellen. Dabei handelt es sich häufig nicht um den Bahnleger sondern eher um den Kartenchef oder einen Kartenaufnehmer.
  • Farbeinstellungen für Karte bei Druckerei erfragen
  • Erstellen von druckfähigen PDFs (Bahnkarte und Postenbeschreibungen)
  • Bereitsellung dieser Files (z.B. auf einer Dropbox)
  • Kontrolle der PDFs durch BL, KO und TD (ev. KK)
  • Die kontrollierten Files werden an den Drucker gesandt
Durch dieses Vorgehen erhält der Drucker nur die definitive Version und es sind keine Verwechslungen möglich, ein Versand von OCAD Dateien ist nicht nötig.

Probedruck
Ziel des Probedrucks ist alle Einstellungen in den verschiedenen Programmen und den Druckablauf wie oben beschrieben zu prüfen. Der Probedruck findet exakt wie im späteren Ernstfall an Karten inklusive Bahn statt.
  • Zeitpunkt: spätestens vier Wochen vor dem Wettkampf
  • Der Probedruck wird durch die gleichen Personen mit den gleichen Programmen auf den gleichen Computern wie beim Wettkampf gemacht
  • Es wird der aktuelle Stand der Karte (nicht definitiv) jedoch im definitiven Layout (Sponsoren Logos!) und zwei Testbahnen verwendet
  • Die gedruckten Karten werden durch BL, KO, TD und nach Absprache vom KK kontrolliert

Kontrolle von Karten und Postenbeschreibung
Auch ein noch so sorgfältiges Vorgehen verhindert nicht, dass Fehler passieren können. Die Kontrolle der gedruckten Karten und Postenbeschreibung ist ein Muss und ist im Teil Kontrolle von Laufkarten beschrieben.

Weitere Informationen zum Vorgehen beim Kartendruck sind unter folgendem Blog Eintrag von Gian-Reto Schaad zu finden: https://grs.ch/blog/2016/11/19/swiss-orienteering-zentralkurs/ "OL-Kartendruck"

Berechnung von Bahnlängen

Berechnung der Bahnlänge: 55 Minuten geteilt durch 7.20 min/Lkm = 7.600 LKm ...
Dividiert man die gewünschte Siegerzeit durch die min/Lkm erhält man die gewünschte Bahnlänge in LKm. Nur, wie lange braucht eine bestimmte Kategorie an einem bestimmten Wettkampf in einem bestimmten Wald pro Leistungs-Kilometer? Das ist eine Knacknuss, die sich jedem Bahnleger immer wieder stellt.

Wie geht man am besten vor?
Oft helfen frühere im gleichen oder einem ähnlichen Wald gelaufene Bahnen, deren Werte ungefähr übernommen werden. Das gilt jedoch nur für vergleichbare Wettkämpfe: ähnliche Laufform, Teilnehmerzahl und Läufer. Weiter unten findet man ein Angebot, mit dem sich diese Berechnungen bestellen lassen.

Bahnlänge
Ausgangswert für die Bahnlänge ist immer die vorgesehene Siegerzeit. Diese wird für alle Laufarten in WO-Art. 42-44 festgelegt. Die WO gibt von / bis Werte vor. Ziel kann nicht sein, einfach irgendwo in den verlangten Bereich zu zielen, sondern die Bandbreite zu nützen, um die Anforderungen zu variieren. Für wenig trainierte Teilnehmer oder am Saisonanfang eher die untere Begrenzung anvisieren, in einer Phase guten Trainingszustandes oder bei Meisterschaften eher die obere.

Es ist auch zu beachten, dass die Bahnlängen der WO im Normalfall für die vorgesehene Laufart (lang, mittel, Sprint) übernommen werden (also nicht „überlanger Mittel-Lauf“, „verkürzter Lang-OL“).

Für besondere und übrige OL können jedoch abweichende Siegerzeiten festgelegt werden.
Auch bei gegebener Siegerzeit kann die Länge der Bahn je nach Laufart stark schwanken: Bsp.: H12 im Mittelland an der EOM 5.2 Lkm; an einem einfachen regionalen OL in schwierigem Gelände 2.3 Lkm, bei einem Schüler-OL mit ungeübten Teilnehmern auch davon nochmals bis zur Hälfte.

Da die technische und/oder physische Leistungsfähigkeit je nach Teilnehmerkreis stark schwankt, sind sehr unterschiedliche Bahnlängen nötig, um die geplante Siegerzeit zu erreichen.

Siegerzeit
Als Siegerzeit gilt im Normalfall (grosse Kategorien) das erwartete Mittel der Ränge 1-3; die Länge der Bahn basiert auf Leistungskilometern (LKm). Diese berechnen sich aus (Distanz von Start bis Ziel) plus (Steigung auf vernünftigem Weg x 10); Bsp.: 8.5 km / 220 m Steigung = 10.7 Lkm.

Berechnung der Länge einer Bahn in Leistungskilometern aus Erfahrungswerten
Führen Erfahrungswerte nicht zu geeigneten Vorgaben, muss man versuchen, die Bahnlänge zu berechnen.
Es gibt bei Swiss Orienteering Erfahrungswerte, die beim Festlegen der Bahnlängen helfen können. Diese stammen von rund 1200 Läufen in über 500 verschiedenen Wäldern aus rund 35 Jahren.

Die beiden folgenden Berechnungsgrundlagen werden jährlich nachgeführt, wobei sich die Grundlagen vor allem auf die paar letzten Jahre abstützen.

Sinnvoll ist eine Kombination beider Vorgehen: frühere Erfahrungswerte und errechnete Werte können sich gegenseitig ergänzen.
Helfen können auch Testläufe. Das Vorgehen bei der Berechnung wird im Anhang beschrieben. Dieses Verfahren ist nicht ganz einfach, führt jedoch auch mit wenig Erfahrung zum Erfolg.

Bei Swiss Orienteering besteht auf dieser Basis ein Berechnungsservice. Auf Grund von Erfahrungswerten kann man sich Annäherungswerte für die meisten Laufarten (SM, nat., reg., übr.) berechnen lassen. Für die kommenden nationalen OL und Meisterschaften erfolgt die Berechnung automatisch nach Schluss der vorhergehenden Saison.
Für eine Berechnung sind folgende Angaben nötig:

  • Verein, Lauf, Laufdatum, (Mail)-Adresse des Bestellers
  • Art des Laufes, erwartete Teilnehmerzahl,
  • Wald (wenn möglich mit der Beurteilung, wo auf der Liste "Durchschnittliche Lkm pro Wald" der vorgesehene Wald eingestuft werden könnte),
  • gewünschte Siegerzeiten (z.B. nach WO, nach WO um 20 % reduziert, individuell nach Kategorie, für alle 25' usw.).


Bestellungen für die Berechnung an
Hans Laube, im Gerbelacker 16, 3063 Ittigen; Email hans_laube@bluewin.ch.

In der Auswertung werden mit einem speziellen PC-Programm für den ganzen Lauf folgende Angaben ausgegeben (Beispiel):
        Kategorie / Min/Lkm / angenommene Siegerzeit / Leistungs-Km
             H-16            5.08                   40                                         7.870
Die Berechnung hat auch den Vorteil, dass die Relationen zwischen den Kategorien recht gut stimmen. 

 

Berechnung nach dem SOLV-Modell – Grundlagen und Vorgehen
Für Interessierte wird in den Anhängen das Vorgehen bei der Berechnung der Bahnlängen beschrieben. Wer sich interessiert, kann die Berechnungen selbst machen – einfacher ist es, sie zu bestellen. Die Berechnung ist recht komplex. Einfluss auf die Bahnlänge kann haben:

  • unterschiedliche Belaufbarkeit der Wälder
  • Leistungsfähigkeit der Kategorien (verändert sich bei zunehmender Schwierigkeit unterschiedlich und nicht linear!)
  • Art des Laufes (SM, National A/B, regional, übrige, Staffel, Nacht, Team).
  • die erwartete Teilnehmerzahl
  • Faktoren wie Jahreszeit, Wetter, Anlass, Teilnehmerkreis, Art der Bahnlegung usw.
  • diese Faktoren können sich gegenseitig kumulieren oder einschränken.


Bahnlängen sind immer schwierig zu berechnen
So unterschiedlich die Einflussfaktoren sind, so schwer ist es auch, im Voraus zu berechnen, wie schnell an einem bestimmten OL gelaufen wird. Die errechneten Werte können daher nie unbedingt richtig sein. Sie entsprechen jedoch Erfahrungszahlen aus sehr vielen Läufen aus mehr als 30 Jahren und liegen daher oft sehr nahe bei den am Lauf erreichten Werten.

Vorhersagen, die über den ganzen Lauf gesehen durchschnittlich nur um 2-3 % abweichen, sind nicht selten – auf die einzelne Kategorie bezogen sind die Abweichungen aber verständlicherweise grösser. Am zuverlässigsten ist die Berechnung für nationalen OL und Meisterschaften, bei regionalen OL nimmt die Zuverlässigkeit wegen des stark wechselnden Teilnehmerfeldes ab, obwohl dafür Korrekturfaktoren eingerechnet werden. 


Der Bahnleger soll die errechneten Werte kritisch hinterfragen. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass für den ganzen Lauf von der gleichen Berechnungsgrundlage ausgegangen wird. Haben einzelne Kategorien leichteres oder schwierigeres Gelände, einfachere oder anspruchsvollere Bahnen als im Mittel, können die entsprechenden LKm noch erhöht oder reduziert werden. Ein gutes Hilfsmittel für die Beurteilung der Laufzeit können Testläufe auf einigen Bahnen sein.

Bei der Bahnlegung wird nun eine Bahn gelegt, die den errechneten oder geschätzten LKm-Werten so nahe wie möglich kommt (+/- 3-5%). Dabei soll das Verhältnis der Länge zur Steigung vernünftig sein und nur in extremen Fällen 20:1 übersteigen (= 500 m Steigung auf 10 km).

Anhänge

pdfAnhang_-_Voraussetzungen_zur_Berechnung_der_Leistungskilometer.pdf
pdfAnhang_-_Vorgehen_bei_der_Berechnung_einer_OL-Bahn_.pdf

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Kontrolle von Laufkarten

Werden bei einem Wettkampf eingedruckte Bahnen verwendet müssen diese vor dem Lauf zu kontrolliert werden. Ideal ist eine Woche vor dem Wettkampf damit noch genügend Zeit besteht gegebenenfalls neu zu drucken.

Für die Kontrolle wird folgendes benötigt:
  • Export der Bahnen aus der Auswertesoftware
  • Gedruckte Karten
  • Gedruckte Postenbeschreibungen
  • Postennetz für Postensetzer
Bei der Kontrolle muss folgendes geprüft werden:

1x für jede Bahn/Kategorie:
  • Stimmt die gedruckte Bahn mit dem Bahnexport überein?
    z.B. durch Kontrolle der Postennummer von der auf der Karte gedruckten Postenbeschreibung mit dem Bahnexport
  • Stimmt die gedruckte Postenbeschreibung mit der gedruckten Bahn überein?
    z.B. durch Vergleichen der (losen) Postenbeschreibung mit der auf der Laufkarte aufgedruckten Postenbeschreibung
Anschliessend wird bei jedem Kategorienstapel jede Karte einzel angeschaut und folgendes kontrolliert:
  • Stimmt die Anzahl gedruckter Karten?
  • Sind alle Karten auf einem Stapel von der gleichen Kategorie?
  • Hat es keine leeren Karten dazwischen?
  • Ist die Karte gut gedruckt?
Die kontrollierten Karten werden anschliessend Transportfertig auf die verschiedenen Start aufgeteilt verpackt.


Staffel
  • xxx

Startzeitraster

Der Bahnleger ist verantwortlich für das erstellen des Startzeitrasters.

Gemäss WO Art 102 gilt
  • Das minimale Startintervall auf der gleichen Bahn beträgt zwei Minuten (Ausnahme Sprintdistanz: min 30" - besser 1')
  • Bei Nat. OL muss das Startintervall in den einzelnen Kategoiren über die gesamte Startdauer gleich sein

Um Nachlaufen zu verhindern gilt zudem, dass zur gleichen Startzeit nicht zwei Kategorien denselben ersten Posten anlaufen sollen.

Das unter diesen Voraussetzungen erstellte Startzeitraster dient zur Auslosung der Startzeiten (bei OL mit Voranmeldung) oder zum erstellen der Startzeitenliste.

xxx -> ergänzen mit Beispielen