Staffelziel


Bei Staffeln erfüllt das Ziel zwei Funktionen
  • Ablösung vom einen Läufer zum andern und Abschluss des Laufes vom einlaufenden Läufer
  • Zieleinlauf der letzten Läufer
Diese beiden Aufaben sind in einer Zielorganisation geschickt ineinander zu vereinen.

Ablösung
Es gilt folgende Punkte zu brücksichtigen und zu lösen:
  • Der wartende Läufer muss auf die kommende Ablösung aufmerksam gemacht werden (-> Übergangsposten, langer gut überschaubarer Zieleinlauf (ev. mit Schlaufe)). Ansage via Speaker ist nicht zuverlässig möglich.
  • Platzverhältnisse bei Übergabe: Insbesondere nach der 1. Strecke kommen oft viele Teams in kurzer Reihenfolge hintereinander. Dies führt oft zu einem unübersichtlichen Bereich bei der Übergabe. Eine "lange" Übergabezone und ein von dort gut einsehbarer  Zieleinlauf hilft die wartenden Läufer auseinander zu bringen und den startenden Läufern einen Weg offen zu lassen.

Variante 1
Der einlaufende Läufer übergibt dem ablösenden Läufer, der in einem abgesperrten Bereich ne-ben dem Zieleinlauf wartet, seine Laufkarte und lauft ohne Karte durchs Ziel, wo seine Einlaufszeit erfasst wird. Der ablösende Läufer verlässt den Zielbereich und begibt sich zur Kartenausgabe. Vor der Kartenausgabe muss er als Bestätigung, dass er regulär abgelöst hat, die Karte des Vorläufers abgeben.

Seine Karte findet er nach Startnummern möglichst logisch geordnet an einer Kartenwand. Diese ist mit Vorteil so angeordnet, dass er in einem nicht allzu spitzen Winkel darauf zuläuft, also die gross und deutlich geschriebenen Kartennummer oder andere Hinweise (Kategorie) gut erkennen kann

Die Helfer an der Kartenwand sollen den Läufer auf seine Karte hinweisen. Der Läufer muss sie aber selbst von der Wand nehmen, er ist verantwortlich, dass er die richtige Karte hat.

Variante 2
Diese Variante funktioniert ähnlich, benötigt jedoch weniger Helfer. Hier nimmt der Vorläufer die Karte selbst ab der Kartenwand und übergibt sie über die Wand hinweg seinem Nachläufer. Die Wand muss (z.B. mit einem Netz) geschützt sein, damit nicht nachfolgende Läufer sich durch die Wand hindurch selbst bedienen können. Auch hier muss der Läufer relativ steil auf die Wand zulaufen, damit er die Kartenanschrift gut lesen kann.

Diese Variante braucht deutlich mehr Platz für die Übergabewand.

Ziel

Die Zielorganisation folgt praktisch der Beschreibung des Standardziels. Meistens ist bei Staffeln die Auswertung direkt mit dem Ziel verbunden.

Besondere Beachtung verdient der Zieleinlauf der letzten Läufer, insbesondere natürlich bei den ersten Teams. Da hier die Einlaufreihenfolge entscheidet ist es nicht möglich Zieleinheiten auf der Ziellinie zu verwenden (Synchronisationsproblem). Die Einlaufreihenfolge ist somit durch einen Helfer zu beurteilen der die Läufer die Zielposten in der korrekten Reihenfolge stempeln lässt.

Helfer
 # Helfer Variante 1 Variante 2
1 Übergabe 1-3 1-4
2 Kartenrückgabe 1-2 -
3 Kartenwand 2-4 -
4 Ziel 2 2


-> siehe ZielFormenSI im alten VHB