Auswertung / IT

Auswertung: Oberbegriff für alles was mit dem Postenkontroll-System, der Zeitmessung und der Resultat-Aufbereitung zusammenhängt. IT: Informations-Technologie, Informatik, EDV.

(Zur besseren Lesbarkeit der Texte wird nur die männliche Form verwendet; Läuferinnen und Auswerterinnen sind selbstverständlich mit eingeschlossen)

Dieses Kapitel behandelt die technischen Aspekte einer OL-Veranstaltung. Neben der Vorstellung der Technik (Postenkontrollsystem, Zeitmessung) wird vor allem auf das praktische Vorgehen beim Einsatz der Informatik-Mittel eingegangen. Wird das gleiche Thema an einem anderen Ort auch behandelt (z.B. Start-Organisation), so werden hier nur die Anforderungen und Arbeiten aus der Sicht der IT beschrieben.

Die grob skizzierten Abläufe eines Regionalen OL und eines Nationalen OL geben einen Ueberblick, wo überall Technik an den Wettkämpfen eingesetzt wird. Ueber die im Text rot gedruckten Begriffe (Links) gelangt man direkt zum Detailbeschrieb des jeweiligen Themas.

Ab 2017 wird das System SPORTident AIR+ flächendeckend im Schweizer OL-Sport eingesetzt. Was das für Veranstalter und Läufer für Konsequenzen hat, wird in einen speziellen Unterkapitel behandelt.

Nachfolgend sind die behandelten Themen noch in Listenform zusammengefasst. Wer schnell ein bestimmtes Dokument (z.B. Laufzettel für die Behandlung von Fehlstempeln) ausdrucken oder downloaden will, der findet dies in der Dokumenten-Uebersicht. Und eine chronologische Auflistung der wichtigsten Arbeiten des Auswerters liegt in Form einer Checkliste und eines ergänzenden ausführlichen Textes vor.

Die Texte der rot ausgezeichneten Themen sind schon realisiert und durch Klick auf den Text direkt aufrufbar. Die übrigen Beiträge werden nach und nach aufgeschaltet werden.

Grundsätzliches

Vorbereitung / vor dem Lauf
  • Einrichten des Wettkampfes auf dem Auswertesystem (Läufer, Bahnen, Startliste, ...)
  • Bahndaten
  • Bahnen / Kategorien
  • Startraster
  • Startliste
  • Postenmaterial

Am Lauftag / während des Laufes
  • Anmeldung / Info
  • Auswertung
  • Start-Material
  • Ziel-Material
  • Posten setzen/kontrollieren/Ersatzposten
  • Standardstart
  • Start-Modus
  • Fehlende Postenquittung
  • Resultate
  • Speakerdienst / Zeremonie
  • RouteGadget



SPORTident AIR+

SPORTident AIR+ ist eine Weiterentwicklung des uns allen bekannten und seit 1998 eingesetzten Postenkontroll- und Zeitmess-System SPORTident. AIR+ steht dabei für berührungsloses Stempeln. Das System SPORTident AIR+ besteht aus 2 Teilen: dem Sender (Posten-Einheit, Start (Bike-OL), Ziel) und dem Empfänger (SIAC = SPORTident Active Card). Das Funktions-Prinzip ist gleich wie beim Rundfunk:
Der Sender sendet ein Signal aus, das von dem darauf abgestimmten Empfänger detektiert und dekodiert wird. Die Reichweite des Signals an den Posten und am Ziel beträgt für den Fuss-OL 30-60 cm. Für den Bike-OL werden Posten-Einheiten verwendet, die eine Reichweite von 1.50 m aufweisen, die Durchfahrt-Breite an Start und Ziel beträgt beim Bike-OL bis zu 3 m. Für spezielle Events kann mittels einer Bodenschlaufe sogar eine Zielbreite von 6 m realisiert werden (Ski-OL, ELite-Sprints).

Berührungslos stempeln geht nur mit einer speziellen SI-Card, der sogenannten SIAC (SI Active Card). Die SIAC ist nicht mehr passiv und wartungsfrei. Für den berührungslosen Betrieb (Funk) ist eine Batterie notwendig, die eine projektierte Lebensdauer von 4 Jahren hat (bei 50 Einsätzen pro Jahr). Beim Einsatz der SIAC müssen einige Besonderheiten beachtet werden, damit es nicht zu Fehlstempeln kommt.  Aus diesem Grund soll die SIAC ein persönliches Sportgerät sein, mit dessen Umgang sein Besitzer vertraut sein muss. In der Regel werden vom Veranstalter keine SIAC vermietet. Hier finden die Läufer die notwendigen Informationen, die zu einem erfolgreichen Einsatz der SIAC führen.

Für den Fuss-OL ist das System SPORTident AIR+ voll rückwärtskompatibel. Der Veranstalter kann seine vorhandenen SI-Einheiten weiter verwenden, sie müssen einfach auf den AIR+ Betrieb umprogrammiert werden. An den so programmierten SI-Einheiten kann dann sowohl und gleichzeitig konventionell und berührungslos gestempelt werden. Für den Bike-OL (und Ski-OL) hingegen sind spezielle AIR+ Einheiten notwendig.

Hier finden die Veranstalter eine Uebersicht über die notwendigen Anpassungen für den Einsatz des Systems AIR+. Für den erfolgreichen Einsatz müssen sich Veranstalter, Bahnleger und Auswerter aber doch etwas in die Details von Technik und Anwendung vertiefen. Und für Spezialisten und Technik-Freaks liegt ein detaillierter System-Beschrieb bereit.

Die Kommission Wettkämpfe von Swiss Orienteering (KW) hat beschlossen, dass ab 2017 an Nationalen OL und Meisterschaften im Fuss-OL der berührungslose Modus AIR+ freizuschalten ist. Es wird explizit festgehalten, dass ein gemischter Betrieb (konventionelles und berührungsloses Stempeln) innerhalb einer Kategorie zulässig ist. Es ist allen Läufern freigestellt, sich eine SIAC zu kaufen und damit vom berührungslosen Stemplen profitieren zu können. Die Ueberlegungen und Begründungen zu diesem Entscheid finden sich in diesem Dokument.

Startliste

Bei Wettkämpfen mit Voranmeldung muss im Normalfall eine Startliste erstellt werden. Die korrekte Erstellung der Startliste für Nationale OLs und Meisterschaften ist nicht trivial und bedarf einer guten Zeitplanung. Ein vorgängiges durchspielen des Prozederes wird dringend empfohlen, weil die echte Auslosung meist unter Zeitdruck passiert und durch vorgängiges Üben weniger Fehler gemacht werden.

Um die Startliste zu erstellen werden folgende Informationen benötigt:
  • Startfenster (maximal 5 Stunden, siehe WO Art. 105)
  • Art der Startreihenfolge (siehe Wo Art. 106-108)
  • Startzeitraster
  • Export der Anmeldungen vom Anmeldeportal GO2OL inklusive den Startzeitwünschen
  • Bei Nationalen OL: Regionalen Startzeitauslosung (zu finden unter Veranstaltertagung und dem entsprechenden Jahr)
Im weiteren sind folgende Punkte zu beachten
  • Inhalt und Form der Startliste ist in der WO Art. 109 geregelt.
  • Bei Nationalen OLs und Meisterschaften ist die Startliste durch den TD zu genehmigen (WO Art. 25)

Folgende Dokumente beschreiben das Erstellen der Startlisten für die in der Schweiz am häufigsten verwendeten Auswerteprogramme:

xxx zu erstellen

IT-Belange an einem Nationalen OL

Chronologischer Ablauf einer OL-Veranstaltung aus der Sicht der Auswertung / IT. Mit den roten Links gelangt man direkt zum Detailbeschrieb des Themas.

Beim Zusammenstellen des OK engagiert der Laufleiter einen Auswerter; die Minimal-Anforderungen an die Auswertung wurden von der Kommission Wettkämpfe definiert und sind im Dokument 'Pflichtenheft für Auswerter' zusammengestellt; dieses Dokument ist eine gute Basis für die Zusammenarbeit des Veranstalters mit dem Auswerter. Wie an allen Läufen in der Schweiz soll das System SPORTident eingesetzt werden. Mit dem Auswerter wird vereinbart, ob er auch das Posten- und SPORTident-Material liefert. An der OK-Sitzung, an der auch der Auswerter teilnimmt, wird besprochen, wo die Auswertung platziert wird (im Wettkampfzentrum, unmittelbar nach dem Ziel) und welche Zusatzleistungen bereitgestellt werden sollen (Resultate für Speaker, Funkposten, Ranglisten auf Beamer, Online-Resultate, Resulate auf lokalem WLAN). Der Startablauf wird standardmässig gemäss Dokument 'StandardStart' erfolgen. Bei Auswertung im Zielbereich und insbesondere bei Inanspruchnahme von Zusatzleistungen ist eine Absprache des Ziel-Layouts mit dem Auswerter unabdingbar (Kabel-Verbindungen). Funkposten müssen separat bei VELPOZ Schweiz bestellt werden. Für die Verarbeitung der eintreffenden Funksignale ist eine Speaker-Software notwendig; Software und deren Bedienung sind vom Veranstalter zu organisieren, das ist im normalen Leistungsumfang der Auswertung nicht inbegriffen. Auch Speaker und Beschallungsanlage müssen vom Veranstalter bereitgestellt werden.

Die Absprache der Termine und Deadlines erfolgt auf Grund des Pflichtenheftes für Auswerter. Der Meldeschluss wird so festgelegt, dass dem Auswerter für das Erstellen der Startlisten genügend Zeit zur Verfügung steht. Für die Ausschreibungen muss zudem definiert werden, welche Startzeitwünsche durch den Auswerter verarbeitet werden können.

Startnummern sind notwendig für Staffel- und Team-Läufe sowie für Sprints (Identifikation von Läufern, die sich nicht an die Sprint-Regeln halten). Bei Staffeln ist die Strecken-Nummer als kleine Ziffer hinter der Startnummer zu drucken. Die Startnummern werden vom Veranstalter bestellt. Sollen Namen auf die Startnummern gedruckt werden, so ist dies vorgängig mit dem Auswerter abzusprechen.

Spätestens 2 Wochen vor dem OL liefert der Bahnleger dem Auswerter die Bahndaten und das Startraster. Spätestens am Meldeschluss erhält der Auswerter vom Laufleiter den Link für den Download der Anmeldedaten von GO2OL. Aufgrund der Vorgaben der WO und den Zusatzinstruktionen des Junioren-Trainers und des Chefs Elitesport erstellt der Auswerter die Startlisten und leitet den Entwurf zur Kontrolle an Laufleiter, Bahnleger und TD weiter. Startzeit-Wünsche werden gemäss Absprachen / Ausschreibung berücksichtigt oder nicht. Die definitive Startliste wird spätestens 10 Tage vor dem Anlass publiziert. Nach dem Meldeschluss kontrolliert der Veranstalter, ob alle angemeldeten Junioren und Elite-Läufer das Doping-Statut unterschrieben haben.

In der Woche vor dem Lauf werden Postenständer und Flaggen dem Bahnleger abgegeben. Frühestens am Vortag des Laufes, idealerweise früh am Morgen vor dem Lauf werden die Posten-Einheiten synchronisiert und den Postensetzern übergeben. Damit die Posten nach dem Setzen kontrolliert werden können werden den Postensetzern gelöschte SI-Cards mit genügender Kapazität ausgehändigt.

Am Vorabend des Laufes werden vom Auswerter die letzten Mutationen verarbeitet und die aktuellen Startlisten und die Start-Kontroll-Listen ausgedruckt. Diese Listen werden am Morgen des Laufes zusammen mit den frisch synchronisierten Start-Check-Einheiten dem Startmaterial der Start-Equipe übergeben. Der Auswerter wird bei der Material-Uebergabe kurz die wichtigsten Punkte im Ablauf des Standard-Starts hinweisen. Danach werden auch die synchronisierten Ziel-Einheiten an die Ziel-Equipe ausgehändigt.

Spätestens jetzt wird vom Auswerter die Auswerte-Hardware aufgebaut. Platz-Bedarf und Platzierung wurden im Rahmen von bilateralen Vorgesprächen mit dem Chef des Wettkampfzentrums abgesprochen. Die Auswertung soll 30 Minuten vor Beginn der Anmeldezeit (falls Offen-Kategorien angeboten werden) resp. 30 Minuten vor dem ersten Start betriebsbereit sein. Nach Verarbeitung der letzten Mutationen werden die Startlisten im Wettkampfzentrum aufgehängt. Für die Abgabe der Startnummern hat sich bewährt, diese Kategorien-weise als kleine Pakete unterhalb der Startliste der entsprechenden Kategorie zur Selbstbedienung zu befestigen.

Die Läufer der Offen-Kategorien starten in einem separaten Startbereich und lösen die Startzeit mit der Start-Einheit aus. Die vorangemeldeten Läufer treten 4 Minuten vor Startzeit in den Vorstart-Bereich ein. In der Minute vor Startzeit stempeln sie die StartCheck-Einheit und stellen sich neben die Kartenbox ihrer Kategorie. Auf das Startsignal ergreifen sie die oberste Karte und rennen dann entlang der ausgeflaggten Strecke Richtung Startpunkt los. Die Posten werden in der vorgeschriebenen Postenreihenfolge angelaufen. Jeder Posten wird mit der SI-Card 'gestempelt' (SI-Card in Loch halten, bis das Quittungs-Signal ertönt / die Station blinkt). Bleibt die Quittung aus, so stempelt der betroffene Läufer mit der Reserve-Zange auf die Laufkarte. Mit dem Stempeln des Ziels ist der Lauf abgeschlossen, es darf dann nicht wieder in das Laufgebiet gegangen werden. Die Läufer der Offen-Kategorien stempeln einen separaten letzten Posten und laufen dann im gleichen Ziel wie die vorangemeldeldeten Läufer ein. Eine Separierung des Ziels ist aus technischer Sicht nicht notwendig.

Nach dem Lauf lassen die Läufer bei der Auswertung ihre SI-Card auswerten. Die Wettkampfsoftware liest die auf der SI-Card gespeicherten Daten, berechnet die Laufzeit auf Grund der Differenz von Startzeit zu Zielstempel, vergleicht die gespeicherten Posten mit den Daten des Bahnschlüssels, definiert die Wertung und druckt einen Zettel mit den Zwischenzeiten und der Laufzeit resp. der Wertung aus. Regelmässig druckt der Auswerter Ranglisten aus, die vom Veranstalter an der vorbereiteten Resultat-Wand aufgehängt werden. Als Schutz vor Datenverlusten werden (je nach Software) permanent oder in regelmässigen Abständen Backup-Kopien der Daten angefertigt.

Problemfälle (vom Läufer nicht akzeptierte Fehlstempel) werden vom Auswerter auf dem Laufzettel 'fehlende Postenquittung' protokolliert und an den Wettkampfrichter weitergeleitet. Dieser entscheidet aufgrund des Grundlagenpapiers 'fehlende Postenquittung' über Klassierung oder Nicht-Klassierung. Allfällige Korrekturen an den Daten werden vom Auswerter nur im Auftrag des Wettkampfrichters vorgenommen. Ist der Läufer mit dem Entscheid des Wettkampfrichters nicht einverstanden, so kann er einen Protest einlegen (der dann vom Schiedsgericht behandelt wird).

Unmittelbar nach dem letzten Start (nicht erst wenn die Startinfrastruktur fertig abgebaut ist!) werden die Start-Check-Einheiten in die Auswertung gebracht. Dort wird der Backupspeicher der Einheit ausgelesen und mit den Anmeldedaten und der Startliste verglichen. So kann festgestellt werden, wer nicht gestartet ist und wer nicht zur korrekten Startzeit gestartet ist. Der TD entscheidet, ob die zu früh gestarteten Läufer nicht klassiert werden oder ob deren Startzeit korrigiert wird.

Nach Eintreffen des letzten Läufers gibt der Auswerter Meldung an den Veranstalter, dass dieser mit dem Einziehen der Posten beginnen kann. Der Auswerter erledigt derweil seine Abschluss-Arbeiten. Die Ranglisten werden auf plausible Resultate überprüft. Die Schlussranglisten werden ausgedruckt und aufgehängt. Das Schluss-Resultat wird auf den Server von Swiss-Orienteerung hochgeladen. Da RouteGadget von Swiss Orienteering als Archiv für Karte und Bahnen der nationalen Läufe verwendet wird, werden die Resultate auch an das RouteGadget-Team gesendet; der Veranstalter seinerseits publiziert dort unmittelbar nach Abschluss des Laufes die Laufkarte (in reduzierter Auflösung) und die Bahndaten. Als Dienst am Kunden (Läufer) lädt der Auswerter die Resultate mit Zwischenzeiten zusätzlich auf den Server von WinsSplits. Und der Laufleiter erhält die Schluss-Resultate per Mail. Dann baut der Auswerter seine Infrastruktur ab.

Der Veranstalter reinigt die zurückkommenden Postenständer und schaltet die Posten-Einheiten aus. Nach Quittierung des zurückgegebenen Materials (Festhalten allfälliger Material-Verluste und -Defekte) geht aus der Sicht der IT ein hoffentlich pannenfreier Lauf zu Ende.


IT-Belange an einem Regionalen OL

Chronologischer Ablauf einer OL-Veranstaltung aus der Sicht der Auswertung / IT. Mit den roten Links gelangt man direkt zum Detailbeschrieb des Themas.

Beim Zusammenstellen des OK engagiert der Laufleiter einen Auswerter. Wie an allen Läufen in der Schweiz soll das System SPORTident eingesetzt werden. An der OK-Sitzung, an der auch der Auswerter teilnimmt, wird besprochen, wie die Auswertung optimal im Wettkampfzentrum platziert wird und wie Start und Ziel organisiert werden sollen. Spätestens 2 Wochen vor dem OL liefert der Bahnleger dem Auswerter die Bahndaten. Frühestens 3 Tage vor dem Lauf werden die SPORTident-Einheiten mit der Wettkampfzeit (idealerweise Funkzeit) synchronisiert und zusammen mit Postenständern und Flaggen dem Bahnleger abgegeben. Damit die Posten nach dem Setzen eingeschaltet und kontrolliert werden können wird gleichzeitig pro Postensetzer eine gelöschte SI-Card abgegeben.

Am Lauftag gleicht der Auswerter seinen Time-Master (SI-Master) noch einmal mit der Wettkampfzeit (Funkzeit) ab und synchronisiert die Start- und Ziel-Einheiten sowie den letzten Posten (Zeit-kritische Elemente).

Im Wettkampfzentrum übergibt der Auswerter das Start- und Ziel-Material an die Ressort-Chefs. Dann stellt er seine Auswerte-Infrastruktur auf und instruiert die vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Helfer. Spätestens 30 Minuten vor Eintreffen der Läufer ist alles bereit.

Die Postensetzer haben die Posten gesetzt und mit der SI-Card eingeschaltet. Sie kommen nun zur Auswertung um die SI-Card auszulesen. Auf dem ausgedruckten Zwischenzeitenzettel kontrollieren sie ob von allen Posten ein Stempel vorliegt und ob die Nummern in der gesetzten Reihenfolge auf dem Zettel erscheinen.

Die vom Veranstalter im Wettkampfzentrum aufgehängten Plakate informieren über den Ablauf des Anmeldeverfahrens, über Bahnlängen, über das Startverfahren und Beschreiben den Weg und den Zeitbedarf zum Start. Die Postenbeschreibungen liegen auf einem separaten Tisch im Eingangsbereich des Wettkampfzentrums auf.

Die Läufer treffen ein und melden sich für den Lauf an. Läufer mit einer eigenen SI-Card stehen an der Express-Anmeldung an; aufgrund der Nummer ihrer SI-Card kann das System die erforderlichen Anmeldedaten aus der Läufer-Datenbank holen und die Registrierung der für den Lauf notwendigen Personendaten ist innerhalb von 10 Sekunden erledigt. Die anderen Läufer beziehen eine Miet-SI-Card, ihre Daten müssen von Hand eingegeben werden. Nach Bezahlen des Startgeldes erhält der Läufer eine leere Laufkarte. Offeriert der Veranstalter eingedruckte Bahnen auf der Laufkarte, so werden diese erst am Start abgegeben. In diesem Fall muss bei der Anmeldung eine Kontrolle (manuell oder mittels einer Funktion der Wettkampfsoftware) geführt werden wie viele Karten pro Kategorie notwendig sind, resp. noch vorhanden sind. Die notwendigen Karten werden fortlaufend im Wettkampfzentrum gedruckt und an den Start gebracht.

Nach erfolgter Anmeldung reserviert sich der Läufer eine Startzeit. Das für die Zuteilung notwendige Startraster wurde vom Bahnleger erstellt. er hat darauf geachtet, dass Teilnehmer-starke Kategorien nicht auf der gleichen Bahn laufen (damit die Startfelder alle etwas die gleiche Anzahl Läufer umfassen). Die Startzeit wird auf die bei der Anmeldung ausgehändigte Karte oder auf einen 'Quittungs'-Zettel geschrieben. Wenn der Start sehr weit entfernt liegt (die Anmarschzeit schwierig abzuschätzen ist) können die Startzeiten auch am Vorstart 'on the fly' verteilt werden. Bei kaltem  Wetter ist dieses Vorgehen aber nicht ideal (da die Läufer am Vorstart unter Umständen lange auf eine freie Startzeit warten müssen).

Am Vorstart löscht und prüft der Läufer seine SI-Card an einer der CLEAR-/CHECK-Stationen. Muss die Bahn durch den Läufer selber auf seine Laufkarte übertragen werden, so erfolgt der Eintritt in den Vorstartbereich in der Regel 8 Minuten vor der Startzeit. Werden eingedruckte Bahnen angeboten so genügen 3 bis 2 Minuten Vorlauf (Abgabe der Laufkarte in der Minute vor dem Start / am Start).

In der Minute vor Startzeit stellen sich die Läufer an der Startlinie auf. Auf Startzeit gehen sie ohne Hast an die Starteinheiten, die sich ca. 5 m hinter der Startlinie befinden, stempeln (lösen die Startzeit aus) innerhalb 10 Sekunden und rennen dann entlang der ausgeflaggten Strecke Richtung Startpunkt los.

Die Posten werden in der vorgeschriebenen Postenreihenfolge angelaufen. Jeder Posten wird mit der SI-Card 'gestempelt' (SI-Card in Loch halten, bis das Quittungs-Signal ertönt / die Station blinkt). Bleibt die Quittung aus, so stempelt der betroffene Läufer mit der Reserve-Zange auf die Laufkarte. Mit dem Stempeln des Ziels ist der Lauf abgeschlossen, es darf dann nicht wieder in das Laufgebiet gegangen werden.

Nach dem Lauf lassen die Läufer bei der Auswertung ihre SI-Card auswerten. Die Wettkampfsoftware liest die auf der SI-Card gespeicherten Daten, berechnet die Laufzeit auf Grund der Differenz von Start- zu Zielstempel, vergleicht die gespeicherten Posten mit den Daten des Bahnschlüssels, definiert die Wertung und druckt einen Zettel mit den Zwischenzeiten und der Laufzeit resp. der Wertung aus.

Problemfälle (vom Läufer nicht akzeptierte Fehlstempel, technische Probleme, ...) werden vom Auswerter an einem für diesen Zweck reservierten PC behandelt. Er hält sich bei der Klassierung von fehlenden Stempeln an das Grundlagenpapier 'fehlende Postenquittung'.  Regelmässig druckt er Ranglisten aus, die vom Veranstalter an der vorbereiteten Resultat-Wand aufgehängt werden. Als Schutz vor Datenverlusten werden (je nach Software) permanent oder in regelmässigen Abständen Backup-Kopien der Daten angefertigt.

Die Wettkampfsoftware zeigt in der Läuferbilanz, wie viele der angemeldeten Läufer noch nicht von ihrem Lauf zurück sind. Nach Eintreffen des letzten Läufers gibt der Auswerter Meldung an den Veranstalter, dass dieser mit dem Einziehen der Posten beginnen kann. Der Auswerter erledigt derweil seine Abschluss-Arbeiten. Die Ranglisten werden auf plausible Resultate überprüft. Die Schlussranglisten werden ausgedruckt und aufgehängt. Das Schluss-Resultat wird auf den Server von Swiss-Orienteerung hochgeladen. Falls RouteGadget für diesen Lauf aktiviert ist werden die Resultate auch an das RouteGadget-Team gesendet; der Veranstalter seinerseits publiziert dort die Laufkarte (in reduzierter Auflösung) und die Bahndaten. Als Dienst am Kunden (Läufer) werden die Daten zusätzlich auf den Server von WinsSplits geladen. Und der Laufleiter erhält die Schluss-Resultate per Mail.

Während der Auswerter auf die Rückgabe seines Postenmaterials wartet baut er die Auswerte-Infrastruktur ab. Der Veranstalter reinigt die zurückkommenden Postenständer und schaltet die Posten-Einheiten aus. Nach Quittierung des zurückgegebenen Materials (Festhalten allfälliger Material-Verluste und -Defekte) geht aus der Sicht der IT ein hoffentlich pannenfreier Lauf zu Ende.

Wichtigste Arbeiten Ressort Auswertung / IT

Die wichtigsten Arbeiten der Auswertung sind im 'Pflichtenheft Auswertung' in Form einer Checkliste zusammengestellt. In diesem Dokument wird ersichtlich, wann (mit Deadline) welche Arbeiten zusammen mit wem oder von wem (Schnittstellen) erledigt werden müssen. Das Pflichtenheft enthält alle Arbeiten, die zum normalen Leistungsumfang der Auswertung gehören und ist somit eine gute Diskussionsgrundlage für den Vertrag zwischen Veranstalter und Auswerter. Im nachfolgenden Text werden einzelne wichtige Punkte der Checkliste etwas detaillierter kommentiert.

                                                                        
TD
                                                                                                                                        
Kommentar

Meeting oder Telefonat mit TD/BL/Auswerter (Thema Startraster und Startliste)


An dieser Besprechung werden die Grundlagen für das Erstellen der Startliste erarbeitet
- Optimale Verteilung der Läufer über die ganze Startdauer (max. Intervall)
- Festlegen, ob Kategorien hintereinander starten oder nicht
- Vermeiden von Konflikten am ersten Posten
Checkliste 'Startliste erstellen' mit Auswerter durchgehen


Aufgrund der Checkliste 'Startliste korrekt erstellt' wird kontrolliert, ob die Startliste korrekt erstellt wurde. Das Auswechslen einer publizierten, fehlerhaften Startliste muss unbedingt verhindert werden, da sonst Läufer aufgrund der fehlerhaften, erst-publizierten Liste an den Start gehen.
Sicherstellen, dass Auswerter die Auswertung des StartChecks beherrscht

Der TD vergewissert sich, dass der Auswerter die Auswertung des StartChecks beherrscht. Am Lauftag fehlt die Zeit, um Anleitungen zu suchen und komplexe Auswertungen ein erstes Mal durchzuführen.


VERANSTALTER - Vorbereitung


Kommentar
Absprache mit Auswerter, welche Startzeit-Wünsche berücksichtigt werden



Der Laufleiter bespricht mit dem Auswerter, welche Startzeit-Wünsche der Auswerter mit seinem Programm berücksichtigen kann; dies betrifft vor allem das Koordinieren der Startzeiten von Gruppen und das Separieren der Startzeiten von Eltern (die ein Kind zu betreuen haben). Je nachdem müssen Einschränkungen in der Ausschreibung publiziert werden.
Provisorische Bahndaten an Auswerter   (Format absprechen) (BL)


Bahnleger und Auswerter sprechen ab, in welchem Format der Bahnexport zu erfolgen hat (ist abhängig vom verwendeten Programm). Damit der Auswerter das Importieren der Daten in die Wettkampfsoftware testen kann, erhält er vom BL ca 4 Wochen vor dem Wettkampf einen provisorischen Bahnexport.
Definitives Startraster an Auswerter (nach Meldeschluss) (BL)

Mit dem Meldeschluss sind die definitiven Läuferzahlen bekannt und damit kann das Startraster festgelegt werden. Die Läuferzahlen beeinflussen das Intervall (damit die maximale Startdauer nicht überschritten wird).


VERANSTALTER - Lauftag


Kommentar
Kurz-Info an Startpersonal durch Auswerter, Uebergabe Start-/Ziel-Material


Bei der Uebergabe des Startmaterials weist der Auswerter die Start-Equipe nochmals darauf hin dass
- der StartCheck nicht zu früh gestempelt wird (erst NACH erfolgtem Startsignal)
- die StartCheck-Einheit(en) sofort nach dem letzten Start zurückzubringen sind
Regelmässiges Aufhängen der Ranglisten (Helfer zur Verfügung Auswerter)


In der Auswertung werden in regelmässigen Abständen (ca. alle 20-30 Minuten) aktuelle Zwischenranglisten gedruckt. Der Auswerter sollte nicht Helfer suchen müssen, die die Ranglisten aufhängen. Die Helfer müssen bei der Auswertung auf den nächsten Ausdruck warten.
Behandlung von Problemfällen durch WR (Laufzettel von Auswerter)





Die Problemfälle treten beim Auslesen der SI-Card auf, wenn ein Läufer nicht alle Posten auf seiner SI-Card hat. Damit rasch über diese Fälle befunden werden kann, hat sich der Wettkampfrichter (WR) in der Nähe der Auswertung aufzuhalten.
Auswerter und WR protokollieren Fälle, in denen der Läufer mit dem Entscheid des WR nicht einverstanden ist auf dem 'Laufzettel fehlende Postenquittung'. Auf diesem Blatt wird auch festgehalten, wenn ein Läufer das Auslesen einer Posten-Einheit verlangt und dafür eine Kaution hinterlegt.
 

AUSWERTER - Vorbereitung


Kommentar
Firmware der SI-Einheiten aktuell (inkl. Service-Einheiten, Lesestation)



Die Firmware der SI-Stationen muss auf dem aktuellen Stand gehalten werden, damit neue SI-Cards (aktuell die SIAC) eingesetzt werden können. Die Kontrolle der Firmware ist vor allen dann sehr wichtig, wenn Stationen von verschiedenen Clubs an einem Lauf eingesetzt werden. Dabei dürfen die Service-Einheiten (Clear, Check und vor allem Start und Ziel) sowie die Lesestationen nicht vergessen werden.
Provisorische Startliste an TD, BL, LL






Mit dem heute üblichen Meldeschluss am Montag knapp 2 Wochen vor einem Anlass bleibt für das Erstellen der Startliste nicht viel Zeit, soll die Startliste dann am Freitag- nacht auf dem Netz sein. Umso wichtiger ist eine genaue Kontrolle der Listen durch TD, Bahnleger und Laufleiter. Und wichtig ist auch, dass diese Stellen die Listen speditiv kontrollieren und frei geben.
Bei speziellen Vorgaben für die Elite (z.B. Start in umgekehrter Reihenfolge der Punktliste) ist die prov. Startliste zur Kontrolle auch an den Chef Elitesport zu schicken.
Telefonat mit Startchef (Thema Standardstart - genauer Ablauf, StartCheck)



Das Startprocedere ist seit 2010 standardisiert. Da aber immer noch kleine Optimierungen vorgenommen werden (z.B. das Verfahren der Spätstarter mit der LateReg-Station) macht es Sinn, den genauen Ablauf und den Einsatz des LateReg und des StartCheck nochmals genau durch zu gehen, damit dann die Spezialfälle korrekt ausgewertet werden können und zu früh Startende eindeutig erfasst werden.
SI-Master stellen, SI abgleichen, Protokoll ausdrucken







Als Wettkampfzeit wird heute meist die Funkzeit (DCF-77) genommen. Nach dieser Zeit richtet man auch den SI-Master (die Zeitbasis zum Abgleichen der SI-Stationen). Die SI-Posteneinheiten können am Vorabend eines Nationalen OL gerichtet werden, die Zeitabweichung bis zum Einsatz ist hier tolerabel. Nach dem Abgleichen der Einheiten werden diese nacheinander mit einer SI-Card genügender Kapazität gestempelt. Dadurch werden Einheiten erfasst, deren Batterie schwach ist (mehrfaches Piepsen). Durch Auslesen der SI-Card und Ausdrucken der Zwischenzeiten erhält man dann ein Protokoll auf dem die Nummern der Einheiten und die korrekt gestellt Zeit kontrolliert werden können.


AUSWERTER - Lauftag


Kommentar
Start-/Ziel-Einheiten, StartCheck, LateReg und Startuhren abgleichen










Die Uhren in den SI-Einheiten laufen nicht sehr präzise; sie können eine Zeitabweichung von bis zu einer halben Sekunde im Tag aufweisen. Falls Posteneinheiten nicht ganz genau gestellt sind, so spielt das für den Wettkmapf keine gosse Rolle. Die zeitkritischen Elemente müssen aber möglichst genau laufen und deshalb erst kurz vor dem Wettkampf gestellt werden.
Zuerst wird die Funkuhr frisch gestartet, dass sie die aktuelle Funkzeit aufweist (auch die Funkuhren laufen nicht absolut präzis, sie synchronisieren automatisch jeden Tag 1 mal um 02:00 Uhr, dazwischen können sie auch etwas abweichen. ACHTUNG, im Tessin kann die Funkzeit nicht überall gut empfangen werden!
Dann wird der SI-Master nach der Funkuhr gestellt und werden damit zum Schluss die Start-/Ziel-Einheiten, die StartChecks und die LateReg-Einheit gestellt. Es wird auch eine Start-Einheit synchronisiert und an den Start mitgegeben, damit im Notfall auf Stempelstart umgestellt werden kann (z.B. bei Problemen mit dem Läufertransport).
Kontrolle Bahnen / Funktion der Posten anhand SI-Card der Postensetzer












Vor dem Ausbringen der Posten wird den Postensetzern eine gelöschte SI-Card mit genügender Kapazität abgegeben. Nachdem der Postenständer gesetzt und die SI-Einheit eingeklinkt wurde stempeln die Postensetzer die gesetzten Posten (Einschalten und Funktionskontrolle). Die SI-Card wird nach der Rückkehr in das Wettkampfzentrum in der Auswertung ausgelesen und es wird ein Zwischenzeiten-Streifen ausgedruckt. Die Postensetzer kontrollieren, ob sie alle Posten auf dem Streifen haben und ob die Reihenfolge dem Setzen entspricht. Bei Unklarheiten muss der in Frage stehende Posten nochmals kontrolliert werden. Grob kann auch nochmals die Stations-Zeit kontrolliert werden (speziell nach dem Umstellen von Sommer-/Winter-Zeit).
Falls vor dem ersten Start nicht alle Posten funktionieren soll auf keinen Fall der Start verschoben werden. Das führt zu viel grösseren Problemen, als wenn bei einzelnen betroffenen Läufern ein Posten fehlt und manuell (nach Kontrolle der Ersatzlochung) gewertet werden muss.
Behandlung von Problemfällen anhand Checkliste









An einem Nationalen OL und einer Meisterschaft darf der Auswerter im Falle eines fehlenden Stempels keine Korrekturen an den Läuferdaten vornehmen. Er darf dies erst im Auftrag des WR vornehmen.
Der WR wird zuerst mit dem Läufer diskutieren, ob dieser wirklich am Posten war und sicher gestempelt hat. Besteht der Läufer darauf, den Posten gestempelt zu haben, so wird der Fall gemäss 'Checkliste fehlender Postenquittung' beurteilt und auf dem 'Laufzettel fehlende Postenquittung' protokolliert. Der Läufer kann - nach Hinterlegung einer Kaution - verlangen, dass der Backup-Speicher des fehlenden Postens ausgelesen wird. ACHTUNG: Diese Funktion ist für berührungsloses Stempeln nicht verfügbar.
Eine Rangverkündigung wird aufgrund eines hängigen Falles nicht verschoben, die Zeremonie findet aufgrund Resultats der ausgelesenen SI-Card statt.
Auswertung StartCheck, Protokoll Frühstarter, Korrektur Läuferdaten (mit WR)













Falls die StartCheck-Einheiten nach dem letzten Start nicht spontan zurückgebracht werden, so bemüht sich der Auswerter aktiv darum. Erst aufgrund der Einträge in der Einheit ist sicher, wer überhaupt gestartet ist und wie viele Läufer demnach noch unterwegs sind.
Die Auswertung des StartChecks zeigt auch, wer zu früh gestartet ist. Je nach eingesetztem Programm (OEinzel, ORware) ist das eine mehr oder weniger aufwändige Prozedur.
Zur Zeit ist noch nicht ganz klar was mit Läufern geschehen soll, die zu früh gestartet sind. Zur Diskussion steht 'korrigieren der Startzeit', 'nicht klassieren' oder 'disqualifizieren'. 'Disqualifizieren' ist nicht korrekt, da kein eigentlicher Regelverstoss, sondern eher eine unbeabsichtigte Unaufmerksamkeit die Ursache ist. Bei 'nicht klassieren' kann der Läufer einen Protest einlegen und behaupten, dass die Startorganisation nicht korrekt war und der Veranstalter die Schuld trägt. Am Besten einigen sich Auswerter, WR und TD zusammen auf ein Vorgehen, das dann für alle Fälle gleich gehandhabt wird.
Validierte Rangliste (Problemfälle bereinigt) an TD






Der Auswerter validiert die Ranglisten vor dem Aufhängen an der Resultatwand. Periodisch kontrolliert er, ob bei fehlenden Postenquittungen allenfalls ein technischer Defekt die Ursache sein könnte (immer der gleiche Posten betroffen);es reklamieren nämlich nicht alle Läufer im Falle eines nicht eindeutigen Fehlstempels.
Die vom Auswerter validierten Schluss-Ranglisten werden dem TD für eine letzte Kontrolle vor der Rangverkündigung übergeben. Damit die Rangverkündigung möglichst verzögerungsfrei erfolgen kann, werden die Ranglisten von 'kompletten' Kategorien schon kontrolliert, bevor alle Läufer im Ziel sind.
Publikation definitive Resultate auf Swiss Orienteering




Es sollte das Ziel jedes Auswerters sein, die definitiven Ranglisten (alle Problemfälle geregelt) spätestens 1 Stunde nach dem letzten Zieleinlauf auf der Homepage von Swiss Orienteerung publiziert zu haben. Mit den heutigen Möglichkeiten der Mobil-Kommunikation sollte dies in der Regel kein (technisches) Problem sein. Gibt es im Wettkampfzentrum keinen GSM-Empfang, dann versucht man es unterwegs (und nicht erst zu Hause). Nicht akzeptabel ist eine Publikation der Ranglisten erst am folgenden Tag.