Keinem Ressort zugeordnete allgemeine Informationen

Hier gibt es noch eine Sammlung von Themen die Ressortübergreifend sind und daher keinem einzelnen Ressort zugeordnet werden können.

Nacht OL

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alte Datei: docNacht-OL.doc

Sprint OL

Die IOF definiert den Sprint-OL als schnelle Disziplin die eine hohe (mediale) Visibilität haben soll und daher oft in urbanem Gebiet stattfindet.

Der Sprint OL ist gekennzeichnet durch folgende Elemente:
  • Hohe Geschwindigkeit
  • Routenwahl
  • Eindeutige Postenstandorte
  • Fairness: keine Fallen, eindeutige Kartendarstellung, keine unklare Situationen im Gelände
  • Permanenter "Stress" für den Läufer
Die Organisation von Sprint OL ist sehr anspruchsvoll und aufwändig. Sie bedingt eine enge Zusammenarbeit zwischen Bahnlegung, Kartenaufnahme, Druck, Bewilligungen, Konrolle und (falls vorhanden) Medienproduktion.

Karte
Die OL Karte muss gemäss der internationalen Sprint Norm (ISSOM) aufgenommen sein. Diese Norm definiert nicht nur die Darstellung der Karte sondern auch welche Objekte vom Läufer passiert werden dürfen und welche nicht. Sie ist daher integraler Bestandteil des Wettkampfreglements. Da diese Norm bei den Wettkämpfern oft nicht genügend bekannt ist empfiehlt es sich bei nicht Elite Läufen das entsprechende Merkblatt (Information Sprint Symbole) im Wettkampfzentrum aufzuhängen.

Die hohe Geschwindigkeit und kleinen Zeitdiffernenzen im Sprint OL erforderen höchste Präzision der Karte. Die Karte muss tagesaktuell sein, das bedingt einen Druck möglichst kurz vor dem Wettkampf und somit einem präzise geplanten Druckablauf (Vorgehen Kartendruck).

Bahnlegung
Die Bahnlegung für einen (urbanen) Sprint-OL ist deutlich aufwändiger als für einen normalen OL, der Zeitaufwand darf nicht unterschätzt werden. Einerseits unterscheidet sich die Bahnlegung deutlich von der Bahnlegung im Wald, wobei hier auf die Ausführungen im Bahnlegerhandbuch verwiesen sei. Andererseits ist es für die Fairness des Wettkampfs und für ein gutes Einvernehmen mit den Anwohnern unerlässlich genau abzuklären wo die Wettkämpfer durchlaufen dürfen und wo nicht. Diese Absprachen erhöhen nicht nur die Akzeptanz der Veranstaltung in der Bevölkerung sondern verringern auch die Wahrescheinlichkeit von unangenehmen Überraschungen (Versetzte Posten, empörte Anwohner) am Lauftag.

Ebenfalls ist vorgängig abzukären in welchem Zustand sich das Laufgelände am Wettkampftag befinden. Werden Wiesen passierbar sein, wie sehen Baustellen aus und ist am Lauftag mit neuen zu rechnen. Es muss in jedem Fall damit gerechnet werden, dass sich bis kurz vor dem Lauf noch etwas ändert, eine Kontrolle wenige Tage vor dem Drucktermin und dem Lauf sind daher unerlässlich.

All diese Details sind auf der Karte korrekt einzuzeichnen und nötigenfalls im Gelände zu markieren. Unklare Situationen oder "verlockende", unerlaubte Abkürzungen sind zu vermeiden oder geeignet abzusperren (idealerweise mit rot/weiss gestreiftem Band).

Weil im Sprint-OL Sekunden zählen muss die Situation im Postenkreis eindeutig sein. Der Läufer muss ohne Zweifel feststellen können wo der Posten steht und wie er zu ihm gelangen kann.

All dies zeigt, dass der Bahnleger beim Sprint-OL  deutlich mehr Einfluss auf die Karte nehmen soll. Der Kartenaufnehmer kann bei der Aufnahme nicht entscheiden ob eine Wiese oder ein Tor an diesem Tag passiert werden darf und welche Objekte für den Bahnleger entscheiden sind. Die Vorgeschlagenen Änderungen sind so präzise wie möglich zu formulieren und nach der Umsetzung zu kontrollieren.

Zusammenfassen muss das Ziel vom Bahnleger sein nicht nur möglichst spannende Bahnen zu legen, sonder auch dem Läufer  auf der Karte und im Gelände eine eindeutige, faire Situation zu schaffen.

Um am Wettkampftag möglichst genau definierte Voraussetzungen zu schaffen hat sich (neben Karten- und Bahnfile) folgende Dokumentation bewährt:
  • Postenmarkierungsfile
    In urbanem Gebiet können keine Vormarkierungen gemacht werden. Damit die Posten trotzdem effizient und präzise gesetzt werden haben sich Fotodokumentationen bewährt. Diese enthalten Postennummer, Postenbeschreibung, ein Foto wo der Posten zu stellen ist und wie der Posten zu stellen ist. Sie kann zusätzlich mit Informationen zu Kontakten vor Ort ergänzt werden und sind den Postensetzter mitzugeben.
    pdfBeispiel_Postenmarkierung.pdf
    docxVorlage_Postenmarkierung.docx
  • Absperrfile
    Um die oben beschriebenen klaren Situationen zu schaffen soll eine Dokumentation über die abzusperrenden Orte erstellt werden. Es garantiert, dass geplante Absperrungen nicht vergessen gehen und ermöglicht es am Lauftag die Arbeit zu delegieren.
    pdfBeispiel_Absperrfile.pdf
Diese Dokumente sind Bestandteil der Bahnlegung und vom Kontrolleur und TD zu überprüfen.

Posten
Im Urbanen Gelände können die Posten oft nicht einfach in den Boden gesteckt werden. Daher ist die Art wie der Posten gestellt oder befestigt werden soll im Postenmarkierungsfile zu vermerken. Es gibt diverse Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen.

Böckli

Das Verschieben der Böckli muss eventuell durch zusätzliche Beschwerung verhindert werden.
 
Sockel für Bauabschrankungen

Durch Holzkeil Posten fixieren und Drehen verhindern.
 Sockel
Zwei mit Draht zusammengebundene Backsteine  Bild fehlt
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Die Posten können an einen bestehenden Pfahl gebunden werden  Bild fehlt
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Weitere Punkte die zu beachten sind
  • Die Posten sollen mit einer Notiz für Passanten beschriftet werden welche auf den Wettkampf (inkl. Wettkampfdatum) hinweist
  • Je nach Art der Halterung sind sie entsprechend schwer und es ist zeitaufwändig sie zu platzieren -> gute Planung beim Postensetzen
  • Die Posteneinheiten dürfen sich nicht drehen (z.B. Sonnenschirmständer). Dies kann durch einen Keil verhindert werden.

Startintervall
Im Sprint-OL ist das Startintervall typischerweise 1' und darf in Spezialfällen sogar auf 30" verkürzt werden. Dies ermöglicht es die Kategorien "en bloc" Starten zu lassen und nicht wie sonst üblich über das gesamte Startfenster verteilt. Der "en bloc" Start erleichtert das Zusammenlegen von Kategorien ohne dass die Kategorien sich beeinflussen können, die WO ist dabe aber ebenfalls zu beachten (siehe Zusammenlegen von Kategorien). Der Nachteil ist, dass Startzeitenwünsche so nur sehr beschränkt berücksichtigt werden können (z.B. "Elternstartzeiten").

Sicherheit
Der Sicherheit ist im urbanen Gelände spezielles Augenmerk zu schenken. Das Wettkampfgelände wird im Normalfall mit Fussgängern, Fahrradfahrern und motirisiertem Verkehr geteilt. Das Wettkampfgebiet muss daher zur Wettkampfzeit (inkl. Wochentag) in Augenschein genommen werden und geeignete Massnahmen gefällt werden. Ideal ist natürlich den Verkehr möglichst auszusperren oder zu reduzieren (nur Anwohner). Trotzdem ist es unerlässlich, dass gefährliche Passagen abgesperrt oder kanalisiert werden. Strassenübergänge sind von Personen mit geeigneter Ausbildung sichern zu lassen (siehe auch Sicherheitskonzept).

Wettkampftag - Postensetzen
Auch der Wettkampftag verlangt beim Sprint-OL eine nocht etwas bessere Planung. Insbesondere muss zum Postensetzen (z.B verteilen der Befestigungen) und Absperren genügend Zeit einberechnet werden. Bahnleger, Kontrolleur und eventuell Laufleiter sollen sich dabei auf Kontrolle konzentrieren und sich für mögliche "last minute" Einsätze (besorgte Anwohner) einen Freiraum lassen.

Wettkampftag - Postenbewachung/Kontrolle
Je nach Anlass und Ort muss auch eine Postenbewachung geplant werden. Dies kann (je nach Anlass und Ort) von einzelnen patroullierenden Personen bis zur Bewachung von jedem Posten reichen. Die Postenbewacher müssen auch mit Ersatzmaterial (Posten und SI-Einheiten) ausgerüstet und erreichbar sein (Natel Nr.). Die Postenbewacher sollen auch mit einem Leitfaden zu ihrem Verhalten während des Wettkampfs instruiert werden.
docLeitfaden_Postenbewacher.doc

Gebiete die (trotz entsprechender Kennzeichnung) prädestiniert für Übertretungen durch Wettkämpfer sind sollen kontrolliert werden. Ziel soll sein die Übertretungen zu verhindern und nicht möglichst viele Personen zu disqualifizieren, daher sollten die Kontrolleure gut sichtbar dort stehen. Übertretungen sind mit einem Fotoapparat zu dokumentieren (Handys sind oft zu langsam) und an den Wettkampfrichter zu melden. Um die Läufer identifizieren zu können sind sie mit Startnummern auszurüsten.

Wettkampftag - Konzept
Die Überlegungen zur Sicherheit, Postensetzen, Kontrollieren und Bewachen sollten am Besten schriftlich festgehalten werden. Auch der Zeitplan kann darin aufgeführt werden. So können die Helfer einfacher in ihre Aufgaben eingewiesen werden und es geht nichts vergessen.
pdfKonzept_Postensetzen_Bewachen_Sicherheit.pdf